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Wie geht es Ihnen?

2018-08-Wie geht es Ihnen

Heute lade ich Sie auf einen Gedankenaustausch ein, einfach so, ohne Tipps und doppelten Boden, dafür mit einem Voting der Woche. «Wie geht es Ihnen persönlich mitten in der Digitalisierung?»

Wir alle sind uns ganz «nah», online also. Stets verfügbar, News inklusive. «Live» heisst die Devise – und jetzt! Anonymität wird zu einer Frage der Bildung und Reflektionsfähigkeit. Patienten werden gläsern. Facebook ist out, jedenfalls bei den ganz Jungen, aber vielleicht ist das auch eine Frage der Bildung oder der Perspektive.

200-mal am Tag greifen wir nach dem Smartphone und geniessen das. Scheinbar. Selbst die Sonnenstoren zuhause steuern wir so, direkt von der Skipiste. Autos fahren elektrisch. Fernsehsendungen schauen wir wann wir wollen und nicht, wenn sie ausgestrahlt werden. Games sind eine grosse Industrie und zum Fussball spielen muss bald niemand mehr nach draussen – schliesslich gibt es ja Fifa ’18. Jahrgangstreffen sind überflüssig, schliesslich gibt es ja WhatsApp Gruppen.

Die Swisscom verantwortet innert weniger Tage riesige Ausfälle im Fest- sowie im Mobilnetz und beschenkt Kunden grosszügig, um die Wogen zu glätten. Kundendienstteams chatten, Drohnen liefern Pakete aus und Aussendienstlern schreibt ihr iPad vor, was sie ihren Kunden vorschlagen sollen. Kreditkarten werden gehackt, News zu Datendiebstählen sind fast an der Tagesordnung. Menschen schätzen die Annehmlichkeiten der Digitalisierung und Paket wird das Retail-Wort-des-Jahres. Gleichzeitig realisieren sie, dass ihren Job bald eine Software machen könnte. Das wiederum sichert Wettbewerbsfähigkeit und moderne Arbeitsplätze.

Alles wird bewertet, alles: Hotels, Unis, Weine, Autohändler und Ärzte. Und Führungskräfte. Die haben heute an einem Tag mit mehr Ansprechpersonen zu tun als früher in einer ganzen Woche. Und sie werden in vielen Unternehmen bald einen «digitalen Führerschein» absolvieren müssen, ohne dass sie vorher lernten, wie sie wertschätzend und konsequent führen. Hauptsache sie führen irgendwie. Auf Distanz, mit Zahlen, bitte auch sich selber und vor allem – Sie ahnen es schon – digital.

Die Digitalisierung verändert unser Leben, auch das Berufsleben. Mit allen positiven und bedenklichen Seiten. «Wie geht es Ihnen dabei eigentlich?» – Ich freue mich auf Ihre Meinung.

Jörg Neumann

2 Responses to “Wie geht es Ihnen?”

  1. Marc-Daniel Margreiter sagt:

    Beim Voting der Woche habe ich mich für 7) enschieden.
    Sie werden nun denken, 7) gab es gar nicht.
    Die Digitalisierung bietet viele Chancen. Manche davon kann ich leider immer noch nicht, oder nur suboptimal nutzen. Andere bieten immer wieder eine Vereinfachung. Viele Dinge bieten auch Preis- und somit wirtschaftliche Vorteile. Wer nicht mitmacht grenzt sich immer wieder aus. Wer es falsch macht, hat auch Nachteile. Doch generell ist es eine neue heile Welt, die 24 Stunden und 365 Tage im Jahr global funktioniert. Wir können uns viel mehr als früher leisten. Mehr Produkte, mehr Dienstleistungen, mehr Unterhaltung und mehr Urlaub.
    Wie immer hat jede Medaile aber auch 2 Seiten. Die eine scheint und zeigt uns eine bessere Welt. Die andere ist Matt und weist uns auf vertiefte Wirklichkeiten.
    Viele wirtschaftliche Vorteile erhalte ich nur, wenn ich dies übers Internet und noch optimaler mit Kreditkarte mache. Meine Daten werden gesammelt und ich profitiere ganz besonders von Angeboten die ich scheinbar brauche, weil meine digitale Nutzung dies ergibt. Die grössten Vorteile bekomme ich von den grössten Unternehmen, die die nationalen Märkte wie auch internationale Märkte immer mehr kontrollieren.
    Ich muss den Markt und die Preise über einen gewissen Zeitraum kontrollieren, um vom besten Angebot zu profitieren. Dass ich dabei Freizeit verliere, ist in der kapitalistischen Welt nebensächlich. Ich mache mich somit auch digital abhängig.
    Und dann ist noch dies zu beachten: Ohne Energie, sprich Strom, funktioniert die ganze Digitalisierung nicht. Was ist bei einem Big Bang, einem weltweiten Stromausfall, über Tage und Wochen? Wie wird dann noch unser gesamtes Umfeld funktionieren?
    Ist nun 7) eine negative Stimme zur Digitalisierung? Nein. Die Wahl 7) ist die eigene Entscheidung, die jeder von uns treffen soll. Beide Seiten der Medaile sollen für die persönliche Entscheidung betrachtet und analysiert werden. Damit geht man kaum beruflich und privat auf halbe Seiten ein. Man packt Ziele und Visionen mit Überzeugung ein, und kann somit effektiv eingesetzt werden.

  2. Kuhn Peter sagt:

    wichtig für mich ist: „das Gerät abschalten können (Mittagsschlaf)“ und alles benützen, das den Digitalisierten Alltag vereinfacht, z.B.: Weiterleiten der Mails auf das Handy – dann kann ich am Arbeitsplatz 3/4 schon grad wieder löschen, da schon gelesen, wann immer ich unterwegs Zeit habe… oh ja, und noch: kein Klingelton, etc., für sms, mails, mms auf dem Handy…

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