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Widerstände willkommen heissen

2017-03-Widerstaende willkommen heissen

Wenn man eins als Führungskraft nicht braucht, dann Widerstände in der eigenen Belegschaft, beispielsweise gegen neue Vorgaben, Veränderungen oder gegen Innovationen. Aber stimmt das wirklich?

Der Umgang mit Widerständen fällt vielen Führungskräften schwer. Wenn ein Verkaufsteam sich gegen Zielvorgaben wehrt, wenn ein Mitarbeiter nicht an einen neuen Arbeitsplatz will, wenn die neue Pausenregelung nicht eingehalten wird oder wenn immer die gleichen Teammitglieder eben nicht am Team-Event teilnehmen: das geht so doch nicht!

Trotzdem stelle ich mal die vorsichtige Frage: Ist das gut oder schlecht? «Schlecht» werden Sie jetzt sagen, «ist doch klar». Denn wenn alle einfach allen Anweisungen Folge leisten würden, wäre vieles einfacher. Ja, wäre es. Aber ist das realistisch? Wohl kaum. Ich gehe noch weiter: Ist das wirklich wünschenswert? Zumindest muss es nicht das alleinige Ziel sein, dass alle einfach nicken und ja sagen.

Der Umgang mit solchen Widerständen erfordert eine Portion Empathie oder zumindest Neugier. Wegen mir können Sie auch sagen: es erfordert Leadership und nicht bloss Management-Gebaren. Mit Leadership, mit Neugier oder Empathie ermöglichen Widerstände etwas ganz Kostbares: Innovation. Wie das geht?

Wenn Sie mit Widerständen rasch überfordert sind, zählen Sie kaum zu den innovativsten Ihrer Zunft. Wenn doch, dann sind Sie die berühmte Ausnahme. Wenn Sie jedoch gelassen reagieren, sachlich bleiben, Fragen stellen, bewusst die Perspektive wechseln und Ihren berechenbaren Führungsstil beibehalten, werden Sie für diesen Umgang mit Widerständen häufig belohnt. Weil Sie Ihre Teams und die Belegschaft spüren. Weil Sie Ursachen erkennen und dazu lernen, ja, sogar von Mitarbeitern, die nicht gleich zu allem ja sagen. Ist doch egal – Hauptsache gelernt!

Übrigens: Widerstände willkommen heissen heisst nicht, dass Sie sich auf der Nase herumtanzen lassen. Nein, aber es zeigt, dass Sie ins Gewinnen verliebt sind und sich nicht gleich von allem «anzünden» lassen. Das tut übrigens auch Ihnen persönlich gut, es soll sogar energieschonend sein.

Merci für die Aufmerksamkeit, die Sie mir jetzt gerade erneut geschenkt haben, ich schätze das sehr. In einigen Wochen folgen nochmals sehr konkrete Tipps, wie Sie reagieren können. Jetzt wünsche ich Ihnen ein tolles Wochenende!

Merci – ich wünsche Ihnen ein tolles Wochenende!

Jörg Neumann

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