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Storytelling-Wettbewerb

Storytelling Wettbewerb

Machen Sie mit und erzählen Sie Ihre beste Story, mit der Sie Kunden überzeugen, hier im Blog als Kommentar! Mitte April wird eine Jury die besten Stories auswählen und Sie, liebe Leser, werden per Voting den Gewinner bestimmen. Warum?

Noch genau fünf Tage lang ist NeumannZanetti & Partner 18 Jahre alt. Um den 19. Firmengeburtstag gebührend zu feiern, lanciere ich diesen Storytelling-Wettbewerb!

Warum Storytelling so wichtig ist? Ganz einfach: Kunden erleben oft ein Überangebot an Produkten und Informationen. Wer also zu sehr auf Fakten setzt, wird weniger gut wahrgenommen. Geschichten bleiben besser haften, denn sie sprechen Kopf und Herz an. Eine kleine Kostprobe gewünscht? Gern – dies ist ein Beispiel aus den ersten Jahren unseres Unternehmens:

•    Damals buchte eine grosse Bank eine Menge Kundenverblüffungs-Trainings, doch ein wichtiger Abteilungsleiter sperrt sich gegen die geplanten Workshops: Schliesslich sei sein Team doch schon so gut. Daniel Zanetti besucht ihn. Zu Beginn der Besprechung serviert das Empfangsteam ihm einen Espresso. Den trinkt er prompt, schwarz, wie immer. Innerhalb von 10 Minuten fragt er nach zwei weiteren Espressi. Diese werden verwundert, aber freundlich serviert – übrigens beide erneut mit Zucker und Rahm. Als er den 4. Espresso bestellt, fragt sein Gastgeber nach, was er im Schilde führt. Daniel löst den Fall mit der folgenden Frage auf: Wie oft muss ein Kunde bei Ihnen einen Kaffee trinken, bis Sie merken, wie er ihn gerne hat? Raten Sie mal, ob der Kunde den Workshop buchte …

Auf geht’s also – machen Sie mit! Einsendeschluss ist der 8. April 2015. Die 3-köpfige Jury: Dieter Baur, Mitglied des NeumannZanetti & Partner Beirats und in seinen früheren Funktionen erfolgreicher Verkaufsleiter im Handel,  Christian Rohrer, Verkaufsleiter von NeumannZanetti & Partner und Jörg Neumann.

Diese Preise gibt es zu gewinnen (Gesamtwert = CHF 2026.—)

1. Rang: 2 Plätze am öffentlichen Seminar Das Love Story Prinzip – Kundenbeziehungen erfolgreich auf- und ausbauen. Wert = CHF 978.—
2. Rang: 1 Seminarplatz am Kundenverblüffungs-Seminar. Wert = CHF  489.—
3. Rang: 1 Ausgabe der limitierten Luxus Edition des Buchs: Love Story Prinzip im Wert von CHF 169.—
4.-10. Rang: Je 1 NeumannZanetti & Partner Gedankenbuch im Wert von CHF 39.—

Auf Ihre Geschichten freue ich mich sehr.

Gespannter Gruss

Jörg Neumann

14 Responses to “Storytelling-Wettbewerb”

  1. Tierische Geschichten, Tipps und Tricks aus meiner Tätigkeit als Tierheilpraktikerin gibt es für Herrchen und Frauchen und alle Interessierten nachzulesen auf der Homepage und Facebook. Die Geschichte der Katzendame Happy.
    Happy, eine ältere Katzendame, ist gesund und unternehmungslustig. Auf Grund ihres Alters lassen das Hörvermögen und der Orientierungssinn langsam nach. Dies hat zur Folge, dass Happy nachts aufwacht und nicht mehr weiss, wo sie ist. Ihr klägliches Miauen weckt Frauchen und Herrchen mehrmals jede Nacht. Vorbei ist es mit der Nachtruhe für alle und mit der Zeit wird dies vor allem für die Besitzer zum Problem, die am nächsten Morgen ausgeruht zur Arbeit müssen. Happy bekommt als erste Massnahme ein homöopathisches Mittel, was aber weder Happy, noch Frauchen und Herrchen richtig durchschlafen lässt. Also probieren wir es mit einer Bachblütenmischung, die auf Happy und ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Gerade die feinfühligen Katzen reagieren meist gut auf Bachblüten. Und so ist es auch bei Happy. Sie bekommt zweimal täglich ihre Blütenmischung und bereits nach kurzer Zeit wird sie deutlich ruhiger und schläft wieder durch. Happy End für alle Bewohner.

  2. Nach dem letzten Workshop mit einem Kunden aus der Metallverarbeitungsbranche, wo wir die Werte, Sinn & Zweck, Motive, Positionierung etc. erarbeitet hatten, rief mich am Montag einer der 3 Inhaber an. Er war so um die 50 Jahre alt, erfolgreicher Geschäftsleiter in einer tollen Firma mit guten Mitarbeitern und Kunden.
    Ganz aufgeregt meinte er: „Ich sage ihnen nun was, was neben meinen beiden Geschäftspartner sowie meiner Frau noch niemand weiss. Ich werde kündigen und sie sind schuld!!“ Ich in einer art Schockstarre: „Ehm äh, ja warum denn und was es mit mir zu tun hat…“ Er meinte dann, das der letzte Workshop für seine Firma super war. Er hätte ihn dann am Wochenende auf sein eigenes Leben angewendet und dabei festgestellt, das seine Werte und Stärken in einer solchen Firma nicht ideal sind. Er möchte in Zukunft junge Berufsleute unterrichten an einer Schule.
    Darum habe er gekündigt (1 Jahr) und freue sich auf die neue Herausforderung :-)
    Übrigens, seine beiden Partner waren im ersten Moment nicht wirklich glücklich, erkannten aber schnell das es langfristig für alle das Beste sei.
    Schön, wenn wir durch unser Wirken Menschen und Organisationen glücklicher, gesünder und erfolgreicher machen können :-)

  3. Ein Herr aus Portugal hat während seines Kurzaufenthalts in Zürich bei uns am Mittag für am Abend in der Rôtisserie reserviert. Obwohl wir schon fast ausgebucht waren haben wir es arrangiert das der Herr noch einen Tisch für drei Personen bekommt, da er so nett gefragt hat.
    Als der Herr dann am Abend zu uns kam war seine Laune etwas getrübt da er wie wir erfahren haben kurz zuvor seine neue Spiegelreflex-Kamera im Tram mit allen Urlaubsfotos liegen gelassen hat.
    Unser Stv. Restaurantleiter hat sich dann schlau gemacht mit welchem Tram er gefahren ist und um welche Zeit, sodass er sich auf den Weg machen konnte. Über die Leitstelle der ZVV hat er heraus gefunden, dass genau dieses Tram, in dem er seine Kamera liegen liess, um 20:30 Uhr wieder am Rathaus ankommt.
    Daraufhin ist unser Stv. Restaurantleiter zur Tramstation gelaufen und konnte die Tramfahrerin mit seiner Visitenkarte und der Beschreibung der Kamera bestechen so dass er die Kamera sofort mitnehmen durfte. Der Gast war schliesslich nur ein Tag in Zürich und konnte nicht bis Montag warten bis das Fundbüro öffnete.
    Als er um 21:00 Uhr wieder mit der Kamera in den Händen zurück zum Gast kam sagte er nur: „I love you man, that is Switzerland, you are great!“

  4. Es gibt viele gute Geschichten unter anderem diese. Ein älterer Kadermitarbeiter eines lokalen Pharma-Unternehmens war bei uns an einem Meeting zur Produkteevaluation und zum Kennenlernen.
    Ich habe ihm mit voller Begeisterung unsere grossartigen IT-Produkte und Dienstleistungen vorgestellt. Aber als ich ihn auf das Parfüm Terre von Hermes angesprochen habe, dass er an dem Tag trug war er wirklich verblüfft und ist seither ein Fan unseres Hauses.

  5. Die nachfolgende Geschichte erzähle ich gerne in unserem Workshop „Chef oder Vorbild“, um zu versinnbildlichen, was man alles bewirken kann, wenn man als gutes Vorbild voran geht.

    Der amerikanische Politiker und Naturwissenschaftler Benjamin Franklin (1706 – 1790) wollte seine Mitbürger in Philadelphia dazu bringen, in der Nacht die Strassen zu beleuchten. Anstatt Vorträge zu halten, hängte er vor seinem Haus eine schöne Lampe auf und entzündete sie jeden Abend bei Einbruch der Dämmerung. Jeder, der die Strasse entlang ging, konnte das Licht schon von weitem sehen und sich über die ungewohnte Helligkeit freuen. Bald begannen auch die Nachbarn vor ihren Häusern Lampen zu installieren – bis schliesslich Lampen in der ganzen Stadt strahlten.

    Diese Geschichte zeigt: Taten, nicht Worte, regen zur Nachahmung an. Wer seine Mitmenschen – im Berufsleben zu einem bestimmten Handeln veranlassen möchte, muss selbst tun, was er von anderen fordert. Eigentlich logisch oder?

  6. Christian Seematter sagt:

    Na das war vor einigen Jahren als ich eine sehr spezielle Top Kundin hatte die mich so am 24.12. vor die Tatsache stellte sie nehmen ab 1.1 die Produkte von einem Mitbewerber. Na Bravo !! Von einer viertel Million Umsatz auf null. Ja wie das so ist lies ich das nicht auf mir sitzen. Jedoch gewährte ich ihr 2 Monate Ruhe von mir. Und Schwups hatte sie mich wieder am Bein. Ihr Grund für den Wechsel lautete ganz einfach. Es sei wie wenn man 20 Jahre Opel gefahren wäre und nun mal einen VW fahre. Einfach mal was anderes. So kam ich nun auf meine Idee ihr diesen VW wieder abzukaufen :)
    Beim ersten Besuch sagte ich ihr direkt ohne Umweg ich würde gerne ihr Auto kaufen. Sie sah mich an wie ET. Dieses Geheimnis warum usw. konnte ich etwa 1 Woche immer wieder anwenden ohne dass sie mich verstand. Nach dieser Woche ging ich wiederum zu ihr und fragte sie wieder nach dem VW. Nun wollte sie endgültig wissen was den dass soll.
    Ich erklärte ihr dass sie doch sicher mit dem Opel zufrieden war da er sie nie im Stich lies. Deshalb gäbe ich ihr die Chance doch wieder den Opel zu nehmen und den VW wieder abzugeben. Lange Rede kurzer Sinn. 2 Wochen später nach ihrem grossen Lachen nach der Erklärung konnte ich den Kunden mit einem 3 Jahresvertrag binden. Er ist heute noch ein sehr guter und zuverlässiger Top-Kunde.

  7. Axel Haitzer sagt:

    Die entscheidende Frage hat alles verändert!

    Es ist schon über 25 Jahre her, als mich ein Mitglied der Geschäftsleitung
    eines sehr, sehr großen, Unternehmens anrief. Mich! Damals war ich geschäftsführender Gesellschafter eines Handwerksunternehmens mit um die 40 Mitarbeitern im Süden von München. Wir verkauften – heute würde man sagen – „ITK-Systeme“, also Informations- und Telekommunikationssysteme. Zu der Zeit hieß das noch Fernmeldetechnik. Das Geschäftleitungsmitglied kannte ich nicht, selbstverständlich aber das traditionsreiche Industrieunternehmen für das er tätig war. Der Anrufer unterrichtete mich, dass er gerne eine moderne Telefonanlage als Vorzimmeranlage für sich, seine beiden Sekträtinnen und einen Assistenten haben möchte. Das Design und der Funktionsumfang der Modelle, die ihm jedoch der Haus- und Hoflieferant seines Unternehmens vorstellte, gefielen im ihm nicht, und daher kontaktiere er mich. Er wusste, dass wir als herstellunabhängiger Handwerksbetrieb fast alle Fabrikate und Modelle anbieten konnten. Er wusste auch, welches Modell von welchem Hersteller es sein sollte. Der Preis sei kein Thema. Wie schön! Er hatte das System bei einem unserer Kunden gesehen, der uns zudem wärmstens empfohlen hatte. Das hörte sich alles sehr, sehr gut an.

    Es gab jedoch ein Problem, genau genommen zwei. Es war nicht klar, ob es uns gelingen würde, das gewünschte Fremdfabrikat als Unteranlage an ein Telefonsystem des damals größten Telefonanlagenhersteller anzuschließen. Die viel größere Herausforderung war jedoch der Einkaufsleiter. Wie mich der Interessent unterrichtete, weigerte sich der Leiter des Einkaufs vehement, einen zweiten Lieferanten für Telefonsysteme ins Haus zu lassen. Selbst einem Mitglied der Geschäftsleitung gelang es nicht, den eigenen Einkaufsleiter zu überzeugen. Wie sollte mir das gelingen?

    Unsere pfiffigen Techniker hatten schnell eine Lösung für die zu lösende Aufgabe. Die gewünschte Telefonanlage fürs Vorzimmer können wir also an das vorhandene System anschließen. Doch wie sollte es mir gelingen, den Einkaufsleiter zu überzeugen? Telefonisch ging das sicher nicht. Ich muss dem Mann in die Augen sehen. „An meiner Entscheidung werde ich nichts ändern. Mir ist daher nicht klar, warum wir uns treffen sollten“, bekam ich zu Beginn der telefonischen Terminabstimmung zu hören. Das klang nicht gerade nach dem Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Immerhin, ich bekam einen Termin. Der Einkaufsleiter teilte mir jedoch unmissverständlich mit, dass er sich keinesfalls mehr als 15 Minuten Zeit nehmen würde.

    In Gedanken ging ich verschiedene Szenarien durch, wie das Gespräch laufen könnte. Ehrlich gesagt hatte ich keinen Erfolg versprechenden Plan. Der Preis war kein Thema. Das Design war kein Thema. Die Technik war kein Thema. Der Service war kein Thema. Ja, noch nicht einmal der Wunsch eines Mitgliedes der eigenen Geschäftsleitung spielte für den Einkäufer eine Rolle. Wie um alles in der Welt sollte ich also diesen Mann überzeugen, mir den Auftrag zu erteilen?

    Ich fuhr mit gemischten Gefühlen nach München. Die Begrüßung war alles andere
    als herzlich. Förmlich korrekt, würde es wohl richtig umschreiben. Ich stieg
    gleich ins Thema ein, und ließ mir die Zusammenarbeit mit dem Haus- und Hoflieferanten beschreiben. Die Geschäftsbeziehung bestand bereits seit Jahrzehnten. Über wechselseitige Aufsichtsratsmandate waren die Top-Entscheider beider Unternehmen zusätzlich verbunden. Die Auftragsabwicklung war routiniert und standardisiert. Verkäufer, Berater oder gar Führungskräfte kümmerten sich seit Jahren nicht mehr um ihren Kunden. Aufträge mussten per Bestellformular mit Listenpreisen gefaxt werden. Der Einkaufsleiter hatte noch nicht mal einen persönlichen Ansprechpartner. Er kannte nur die Faxnummer der Bestellannahme und den uralten Rahmenvertrag. Vollkommen emotionslos schilderte der Einkaufsleiter das Tagesgeschäft mit dem Lieferanten des Telefonsystems. Da erkannte ich meine Chance! Der Schlüssel war die eingeschlafene Kommunikation und die fehlende Wertschätzung durch seinen Lieferanten. Die Schilderung der Geschäftsbeziehung des Einkaufsleiters erinnerte mich an das Bild eines altes Ehepaars, das sich nichts mehr zu sagen hat. Es fehlt an Achtsamkeit, Engagement und Leidenschaft!

    Ich stellte dem Einkaufsleiter die entscheidende Frage: „Um wie viel mehr, glauben Sie, wird sich Ihr bisheriger Lieferant um Sie bemühen, wenn Sie mir heute diesen Auftrag geben?“ Ruhig blickte ich dem Einkaufsleiter in die Augen. Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit, bis der Einkaufsleiter verstanden hatte und antwortete: „Sie haben den Auftrag, Herr Haitzer.“

    Dieser Auftrag machte drei Menschen glücklich: Das Mitglied der Geschäftleitung bei unserem neuen Kunden. Er bekam das Telefonsystem seiner Wahl. Der Einkaufsleiter wurde von da an – welch Wunder – von seinem bisherigen Lieferanten in bisher noch nie erlebter Art und Weise hofiert. Natürlich freute auch ich mich, denn ich hatte einen renommierten neuen Referenzkunden gewonnen. Und ich hatte eine tolle Geschichte, die ich seither jedem Interessenten erzähle, der mir sagt, dass er bereits seit Jahren einen Lieferanten hat, mit dem er zufrieden sei.

  8. Das Hotel Meierhof in Horgen wurde im Sommer 2010 komplett renoviert. Die Horgner Einwohner besuchten das Haus leider selten, da es doch unter einem allzu schlechten Image litt. Das wollten wir ändern, denn es galt, das Hotel neu zu positionieren.

    Wir haben die Geschichte des Hauses recherchiert und ein Baustellentheater geschrieben und die Einheimischen, unsere Gäste und die umliegenden Firmen zum Theaterstück ‚Grand Hotel Patina‘ im Hotel Meierhof eingeladen. Der Umbau war in vollem Gange, das Theater wurde auf der Baustelle durchgeführt. Verschiedene Bühnen wurden in Zimmern, im Korridor, im Innenhof und in der Bar/Frühstücksrestaurant im 5. Stock aufgebaut. Das Theater führte die Gäste also durchs ganze Haus. Aus vier geplanten Anlässen sind dank grosser Nachfrage acht entstanden, und wir durften ca 800 Gäste zum ‚Grand Hotel Patina‘ empfangen. Noch heute sprechen die Horgner davon, selbst die Medien fanden diesen Anlass erwähnenswert.

    Hier der Film zum Theater – viel Spass!

    https://www.youtube.com/watch?v=e9c3hY476Bw

  9. Sandra Kolb sagt:

    Potenzielle Kunden zu überzeugen ist nicht einfach. Bei der heutigen Konkurrenzsituation ist es nicht einmal mehr selbstverständlich, wenn man die bestehende Kundschaft behalten kann. Doch wie schafft man das? Das Stichwort ist EMOTIONEN!! Ein Beispiel gefälligst? Bitte schön:

    Wir, das Hotel SEEDAMM PLAZA veranstaltet jährlich eine sogenannte Thank-You-Party. Bei dieser werden unsere Kunden eingeladen, um einem unvergesslichen Abend als Gast zu erleben, einfach ein Dankeschön für die Treue. Diese Partys sind immer nach einem Motto gestaltet. Im Jahre 2014 hiessen wir unsere Gäste unter dem Motto Plaza-Ball willkommen, mit rotem Teppich, Live Musik und Gala-Menü. Das alles klingt ja gut, aber es ist nicht dass, was wir unter Kundenverblüffung verstehen, schliesslich ist unser Ziel ja, dass unsere Kunden weiterhin an uns denken werden. Also liessen wir uns etwas einfallen, dass definitiv nicht in Vergessenheit geraten kann. Nachdem das Tanz-Orchester ein schönes Lied beendet hat, stand plötzlich unser Hoteldirektor auf der Bühne… Anstelle, dass ich Ihnen das nun alles beschreibe, schauen Sie doch einfach das folgende Video an…
    https://www.youtube.com/watch?v=_P2xbbUxqUU

  10. Isabella Paiano sagt:

    Einer unserer IT-Kunden ruft an: „Wir brauchen ein grösseres Test-System. Besorg mir das.“ (Wir sind per Du mit dem IT-Verantwortlichen.) Mein Geschäftspartner, für diesen Bereich zuständig, antwortet zur allgemeinen Verblüffung: „Nein. Verkaufe ich Dir nicht!“ – „Wieso, spinnst Du? Muss ich das System woanders kaufen?“ – „Nein. Aber Du brauchst kein neues System. Räum erst mal das Testsystem auf, lösche jene Bereiche, die nicht mehr benötigt werden und das System hält weitere 2 Jahre. Das kommt euch viel günstiger und das System läuft auch noch schneller, wenn man mal wieder aufräumt.“
    Der Kunde, ziemlich verdattert, gab uns dann den Auftrag, das System aufzuräumen.

    Wir haben damals einen kleineren Auftrag erhalten. Dafür einen Stammkunden, der uns seit vielen Jahren die Treue hält, weil er weiss, dass wir für ihn und die Firma mitdenken.
    PS: Das neue, grössere System hat er dann nach gut einem Jahr doch bei uns gekauft.

  11. Da werden m2 in Backstein oder Holz mit oder ohne Aussicht und einem Garagenplatz verkauft – das die Meinung vieler. Ich meine, es ist ganz anders. Mit blossen lustlosen Kenngrössen erreiche ich meinen Kunden nicht, ich muss dessen Empfindungen ansprechen und vor allem muss ich wissen, wen ich als Kunden gewinnen möchte. Das zeigt mir das anzubietende Objekt selbst und es beantwortet mir auch die Fragen, die ich dazu stelle. Kommt hinzu, mir selbst einen flexiblen Zeitrahmen freizuhalten, in dem ich den Verkaufsgegenstand flugs zeigen kann. Niemand ist an einer Riesendokumentation interessiert. Die Neugier, geweckt durch meine Anzeige im Netz, will besichtigen, und zwar so rasch wie möglich. Das ist den meisten Anbietern nicht klar und sie lassen diesen ‚Gwunder‘ mit trockenen Unterlagen, die eine bis zwei Woche später beim Interessenten eintreffen, erkalten.
    Ich möchte den Nerv treffen und einfahren. Mein neues Daheim lädt zum Kochen und gemütlichen Essen mit Gästen, das Gästezimmer halte ich für sie bereit. Die Terrasse ist Rückzugsgebiet für spezielle Momente, für ein spannendes Buch, ist der Platz für den Supergrill oder zum Relaxen ideal; der Kamin und sein Vorplatz mein Ort für kalte verregnete Tage. Im Badezimmer vergesse ich die Welt um mich und gehöre nur noch mir.
    Spreche ich das Paar oder den Single damit an, nehme ich mir umgehend Zeit für es/ihn. Vor Ort muss ich ihnen auch nicht sagen: Hier ist die Küche, das sehen sie selbst. Ich zeige auf, was ich mir vorstellen könnte, wie die Inneneinrichtung aussehen könnte. Ich frage sie konkret nach ihrer Lebensweise, nach Hobbies etc. Wer weiss, vielleicht habe ich ein noch idealeres Objekt aus Beton, Glas oder Holz und gewinne auf jeden Fall einen Kunden und nicht bloss einen Interessenten.

  12. Es ist Sommer 2002. Sie, Diva Goodfriend-Koven, sind eine bekannte amerikanische Konzertflötistin und seit über 25 Jahren Mitglied des Metropolitan Opera Orchestra New York. Im Rahmen eines Konzertes in Luzern übernachten Sie mit Ihrem Sohn Muir im Hotel Schweizerhof. Seit langer Zeit hegen Sie einen Herzenswunsch, mit dem Sie sich nun an unseren langjährigen Concierge Enzo Baciocchi richten: «Excuse me, aber wäre es möglich, meinem Sohn und mir einen Berner Sennenhund zu besorgen?» Der Concierge nickt lächelnd: «Mrs. Goodfriend, kein Problem. Wir werden Ihnen den schönsten Plüsch-Hund kaufen, den es in Luzern gibt.» Sie jedoch schütteln den Kopf und erwidern: «Kein Plüschtier, Enzo, ich rede von einem echten, lebendigen kleinen Berner Sennen-Welpen. Wir würden ihn gerne nach New York mitnehmen. » Nach kurzem Zögern stimmt der Concierge Ihrem ungewöhnlichen Vorhaben zu und bittet um etwas Zeit. Seit nunmehr 36 Jahren arbeitet der gebürtige Tessiner in den nobelsten Hotels, seit 25 Jahren als Concierge im Schweizerhof Luzern. Seine Aufgabe ist es, für das Wohlbefinden der Gäste zu sorgen: Transfers organisieren, Blumen einkaufen, Arzttermine vereinbaren, die besten Plätze im Konzert beschaffen und einen Tisch im Restaurant reservieren – das alles gehört zu seinem Alltag. Auf die Schnelle einen lebendigen Hund für eine New Yorker Familie ausfindig zu machen, das ist wohl eine ganz neue Herausforderung. Doch: «Nichts ist unmöglich!» Dank Internet findet Enzo einen Bauernhof oberhalb von Sarnen unweit Luzerns, wo ein Berner Sennenhund zu verkaufen ist. Die Besitzerfamilie ist zuerst skeptisch, den Hund nach New York zu verkaufen, willigt dann aber nach etlichen Telefonaten letztlich ein. Sie können Ihr Glück kaum fassen und fragen Enzo etwas schüchtern: «That’s fantastic! Aber, wie kommen wir jetzt zum Bauernhof?» «Ich glaube, es ist am besten, wenn ich Sie fahre», erwidert der Concierge. Ihnen fällt ein Stein vom Herzen. Dankbar nehmen Sie aufs Neue seine grosszügige Hilfe an. Kurz nach 16.00 Uhr erreichen Sie auf einem Hügel bei Sarnen Ihr Ziel. Doch der Deal scheint zu platzen: Die Besitzerfamilie mag sich doch nicht so leicht von ihrem putzigen Welpen trennen. Tränen fliessen. Sie sind froh, dass Enzo an Ihrer Seite steht. Er übersetzt, vermittelt und beruhigt. Endlich ringt sich die Familie zum Verkauf durch, und Sie dürfen Ihr neues Familienmitglied mitnehmen. Nachdem ein Tierarzt die Papiere ausgestellt hat, geht es in der Abenddämmerung zurück ins Hotel. Auf der Fahrt erleichtert sich der kleine Luca, wie der Hund heisst – LU steht natürlich für Luzern –, doch tatsächlich im Privatwagen von Enzo. «Luca, bad boy», tadelt Ihr Sohn den kleinen Tollpatsch liebevoll. Ihr Concierge bleibt ganz ruhig. Er freut sich, Ihnen einen Herzenswunsch erfüllt zu haben. Am nächsten Tag tritt der kleine Berner Sennenhund aus Sarnen in Ihrer Begleitung die Reise nach New York an. Zu Hause angekommen, greifen Sie sofort zu Papier und Stift und schreiben: «Dear Mr. Baciocchi, thank you so much for helping us get a dog. (…) Thank you for your great generosity of time and patience with researching this new addition to our family! We hope that (…) if you and your family ever come to N.Y. that you will look us up in Harlem! (…) Best wishes and gratitude!!! Diva Goodfriend-Koven and Muir Ingliss.» Eines ist klar: Falls nochmals ein Gast den Wunsch nach einem Tier äussert, wird Enzo Baciocchi, Concierge aus Leidenschaft, ganz ernsthaft fragen: «Stoff oder echt?»

    Diese und weitere 100 Zimmergeschichten sind in den 101 neu renovierten Hotelzimmern im Hotel Schweizerhof Luzern zu entdecken.

  13. Kunde hatte eine 0815 Lösung zur Präsentation seiner Backwaren.
    Meine ehemalige Firma brachte ein Konzept für schöne, leckere und anmächelige Präsentation der Backwaren in eine SB Theke.
    Kunde wollte eine Theke, mir war das zu wenig.
    Machen wir 2 Theken und wenn sich der Umsatz in einem Jahr nicht um 40 % steigert werde ich seine Mitarbeiter und Ihn samt seiner Familie zum Pizza Essen einladen. Wenn die Steigerung aber erfolgt muss er zahlen. Wetten wir. Er hat eingeschlagen und musste zum Essen auch noch das Dessert zahlen. Umsatzsteigerung mit Begeisterung verkaufen geht.

  14. Als Verkäufer im Garten-Center verkaufe ich neben Pflanzen auch Pflanzenpflegeprodukte. Im Bezug auf Dünger haben viele Menschen das Gefühl, dass Nährstoffe „giftig“ seien. Diese Bedenken zerstreue ich gerne mit der Geschichte aus dem Pausenraum unserer Gärtnerei. Die Mitarbeitenden unserer Gärtnerei waren Jahrzehnte lang der Überzeugung, dass ihr Kaffee besser schmecke als jener im Pausenraum der Mitarbeitenden im Gartencenter. Alle akzeptierten diese unterschiedliche Wahrnehmung als psychosomatische Eigenheit. Erst als im Rahmen einer Sanierung die Wasserleitungen angepasst werden mussten, wurde offensichtlich, dass die Kaffeemaschine in der Gärtnerei jahrelang unbemerkt mit Düngerwasser betrieben wurde. Niemand ist erkrankt, niemand hat grüne Haare bekommen; alle sind der festen Überzeugung, dass ihr Dünger-Kaffee der Allerbeste war.

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