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Das Führungs-Rezept

NZP Blog: Führungs-Rezept

Meyer legt viel Wert auf spannende Teammeetings, in denen sich alle beteiligen und die für gute Stimmung sorgen; Müller sagt seine Teammeetings meistens ab (last-minute). Zu viel zu tun, Kunden sollen schliesslich nicht warten. Huber führt Jahresgespräche sorgfältig, von der Einladung bis zur Nachbearbeitung; Hansen bemüht sich nicht allzu sehr darum, denn nach den vielen Jahren sind sie ihm einfach nur lästig. Zuberbühler bindet sein Team ein, wenn wichtige Entscheidungen anstehen; so kann der ein oder andere Gedanke noch einfliessen; Denzler informiert lediglich zu seinen Beschlüssen. Top-down-Approach nennt er das, war doch schon immer so.

Jede einzelne dieser Vorgehensweisen mag erklärbar sein. Dumm ist es nur, wenn Meyer, Müller, Huber, Hansen, Zuberbühler und Denzler gemeinsam ein Geschäftsleitungsteam bilden. Dann kreieren allzu unterschiedliche Führungs-Stile geradezu Konflikte, anstatt ein echtes Wir-Gefühl zu fördern.

Als Geschäftsleitungs-Team sollten Sie sich bewusst sein, dass Ihr Führungsstil grossen Einfluss auf die Führungskultur des ganzen Unternehmens ausübt. Und genau deshalb sollten Sie sich zu diesem Thema abstimmen.

Wie wäre es …

  • Wenn Sie sich auf Führungs-Leitsätze einigen, an die sich alle halten? So wissen Ihre Führungskräfte und Mitarbeiter, worauf Verlass ist und bei was man mit individuellen Vorgehensweisen rechnen muss.
  • Wenn Sie an einer Geschäftsleitungssitzung einmal Ihre Führungs-Rezepturen austauschen? Das geht so: Jeder stellt vor, aus welchen Teilen sein persönliches Führungs-Rezept besteht. Zu wie viel Prozent führt er wertschätzend, zu wie viel Prozent konsequent und zu wie viel Prozent innovativ? Die Summe pro Person soll natürlich 100% ergeben. Bereits ein guter Austausch hierzu kann die Abstimmung im Führungsteam fördern.

Ich freue mich auf Ihre Inputs und Rückmeldungen, engagierte Grüsse!

Jörg Neumann

2 Responses to “Das Führungs-Rezept”

  1. Pirmin Birrer sagt:

    Ich bin auch der Meinung, dass verschiedene Führungspersönlichkeiten ein Vorteil sein können. Wichtig ist aber, dass diese verschiedenen Führungspersönlichkeiten von einer guten Führungsperson zu einem wirkungsvollen Blumenstrauss zusammengebunden werden. Kurz: Wenn sich alle an verbindliche Regeln halten, kommt es gut. Wenn alle machen was sie wollen, kommt es nicht gut.

  2. Oliver Bosch sagt:

    Wir haben auch einen bunten Strauß an Führungspersönlichkeiten hier bei unseren Abteilungsleitern. Aber wie ein bunter Strauß aussieht (frisch & fröhlich) geht es auch bei unseren Abteilungsleitermeetings zu und so treten wir auch unseren Mitarbeitern gegen über auf. So mancher der uns verlassen hat, merkte später schon gern einmal an, das Ihm dieser Führungsstil fehlt und er mit seinem neuen Chef nicht so glücklich ist. Na dann kann ich ja mal sagen, wir machen es wohl richtig.
    Schönes Wochenende
    Oliver

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