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Fokus ist wichtiger als Währungen

2015-18-Fokus wichtiger als Währungen

Seit Januar 2015 werde ich oft gefragt: Wie reagieren Ihre Kunden auf die veränderten Wechselkurse? Was tun Ihre Kunden dagegen?  Meine Antwort beginnt für viele etwas unerwartet, denn als Folge der noch grösseren Frankenstärke sollen Firmen sich zuerst vor Augen führen, was nicht zu tun ist: hektisch werden, übereilte Rabatte gewähren und viel ändern statt das Wesentliche.

Insbesondere für den Detailhandel, der Kunden über Filialen bedient, ist die Situation zwar sicher schwieriger geworden, neu ist sie aber nicht. Denn dieser steht schon lange in einem Wettbewerb mit online-Anbietern. Genau wie die Konkurrenz auf der anderen Seite der er Grenze können online-Anbieter oft niedrigere Preise bieten. Die Antwort darauf kann nur lauten, dass die Händler vor Ort ihren Kunden Mehrwerte bieten und gut erklären. Einige Beispiele hierzu skizziere ich heute in einem Beitrag auf nzp.ch.

Besonders grenznahe Schweizer Geschäfte haben es nochmals schwerer, weil die Fahrt über die Grenze nicht viel kostet und so einfach ist. Aber auch sie liegen nicht erst seit Januar auf dieser Seite der Grenze. Ich weiss, damit mache ich mich nicht beliebt, aber einige, die heute klagen, haben jahrelang ohne Hemmungen erstaunlich hohe Preise gerne genommen, ohne mehr Servicequalität zu bieten.

Das Stichwort Qualität ist wichtig: Viele Unternehmen sowie die Schweiz als ganzer Standort stehen auch nach dem 15. Januar 2015 so da, wie vorher: als Anbieter sehr hoher Qualität. Genau so müssen sie sich verhalten.

•    Kunden die Mehrwerte von Leistungen und Produkten erklären
•    Sich spezialisieren, denn die von-allem-etwas-für-jeden-Mentalität kann nicht gut gehen
•    Innovationen fördern und belohnen, denn das spornt, Kunden, Mitarbeiter und besonders Leistungsträger an
•    Ausbildung intensivieren, denn kommunikativ sind alle enorm gefordert, im Kundenkontakt, im Verkauf und in der Führung
•    Die Fluktuation in den Firmen klein halten, denn wie sollen Kunden eine Top-Beratungsqualität erleben, wenn die Ansprechpartner häufig wechseln?
•    Rabatte durch Zusatzleistungen und Leistungspakete vermeiden

Zwei weitere Gedanken dazu:

Die meisten unserer Kunden intensivieren seit dem 15. Januar 2015 vor allem ganz gezielt das, was sie schon lange vorher machten, um als Qualitätsanbieter zu bestehen. Toll, dass wir in so viele Unternehmen in unterschiedlichen Branchen dabei unterstützen dürfen.

Ich freue mich auf Ihre Meinung und auf Ihren Kommentar!

Jörg Neumann

One Response to “Fokus ist wichtiger als Währungen”

  1. Gabriel Poffet sagt:

    Auch ich bin überzeugt, dass sich Qualität zum Schluss durchsetzt. Nur, die Geiz ist Geil Kultur hat in vielen Branchen deutlich zugenommen. Äpfel werden von vielen Kunden nicht mit Äpfeln verglichen, sondern mit Bananen. Und weshalb ist das so? Der Kampf um Marktanteile wird von vielen Firmen ganz bewusst über den Preis geführt. Eine klare Positionierung fehlt und die Konsequenz daraus: der Preis ist im Fokus. Beim Kunden sowieso, aber auch beim Mitarbeiter im Verkauf. Viele Verkäufer gehen automatisch davon aus, dass der Kunde sowieso nicht viel bezahlen will.

    Was die Währungsthematik betrifft sind wir mittlerweile schon so weit, dass die Kunden nicht mehr vergleichen. Sie gehen davon aus, dass es in der Schweiz sowieso teurer ist als im Ausland. Nicht weil sie zwingend solche Erfahrungen gemacht haben, sondern „vom hören sagen“. Unterhalten, animiert und kommentiert wird das ganze durch die Medien und das „i-Tüpfelchen“ hat die SBB parat. Mit Extrazügen fördern sie den Einkauftourismus frisch fröhlich weiter….

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