(No Ratings Yet)
Loading...

Fachkompetenz als Veränderungskiller

2016-37-fachkompetenz-als-veraenderungskiller

Bei diesem Muster geht es um Führungskräfte oder Spezialisten, die sich dank ihrer Fachkompetenz über die Jahre eine starke Position erkämpft haben – oder war es zum Teil eher eine Art erdauern?

  • Sie sind selten besonders gute Kommunikatoren.
  • Sie führen meistens nicht gerade sehr strukturiert.
  • Sie haben echte Verdienste erworben, doch liegt der Höhepunkt der Leistungskurve schon etwas zurück.
  • Sie wurden oder sie halten sich noch für unverzichtbar.
  • Sie haben stets – bewusst oder unbewusst – dafür gesorgt, dass ihnen in ihrem Fachgebiet niemand das Wasser reichen kann.

Mal ist es der technische Leiter, der gewisse Brevets als einziger hat, mal die Leiterin Zentrale Dienste, die in ihrer Aufgabe geschätzte 220 Stellenprozente untergebracht hat und «rund um die Uhr» arbeitet. Mal ist es der Verkaufsleiter, der inklusive Reisezeiten immer auf 60 – 70 Wochenstunden kommt, mal die Gouvernante im Hotel, die diese Arbeitszeit auch ohne Reisezeit erreicht. In Zeiten von Veränderungen passiert ihnen der gleiche Fehler. Sie gehen nicht mit der Zeit – sie kämpfen gegen die Veränderungen – sie verkrampfen und blockieren – sie führen noch unberechenbarer – schliesslich werden sie untragbar.

Ich schreibe das so nicht gerne, weil ich weiss, welche Belastungen für die Betroffenen damit verbunden sind. Stellen Sie sich das mal vor: von unverzichtbar zu untragbar, innerhalb von wenigen Jahren oder gar Monaten.

Seien Sie bitte allesamt achtsam. Führen Sie in den Unternehmen Gespräche, wenn Sie solche Muster erkennen. Sprechen Sie offen und konstruktiv darüber und bieten Sie frühzeitig Lösungen an.

Engagierte Grüsse aus dem Head Office für wertschätzendes und konsequentes Führen.

Jörg Neumann

Hinterlassen Sie eine Antwort

Bewerten Sie diesen Artikel

(No Ratings Yet)
Loading...

Ihre Frage an



captcha

Seminare