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Betty Bossi lässt grüssen

2015-10-Betty Bossi lässt grüssen

Es ist herrlich, sich rund um Trainings und Workshops mit den Teilnehmern auszutauschen. Natürlich zum Thema – aber oft auch über Gott und die Welt. Beim Thema Ernährung fällt mir dabei ein wenig schöner Trend auf …

Früher bestimmten die Mahlzeiten unseren Tagesrhythmus, davon ist heute für viele Menschen nicht mehr viel übrig geblieben. Coffee-to-go; Burger, Sandwiches, Smoothies und ein schneller Imbiss – so sieht die Verpflegung an langen und bewegungsarmen Tagen oft aus. Das allein ist ja noch kein Drama, schliesslich ist die Qualität und Verfügbarkeit vorgefertigter Speisen in den letzten Jahren besser geworden.

Ich stelle allerdings fest, dass eine steigende Anzahl junger Menschen kaum noch kocht. Und weil die 25 bis 35-Jährigen es nicht gewohnt sind, glauben sie mittlerweile oft, dass Kochen aufwändig und schwierig ist. Erst kürzlich erzählte mir Gabriel, eine tolle und erfolgreiche Führungskraft, dass er NIE auf die Idee käme, selber Salat zu putzen. Betty Bossi lässt grüssen. Ich käme hingegen NIE auf die Idee, abgepackten Salat zu kaufen; egal von welcher Marke.

Rund ums Kochen bin ich sowieso ganz anderer Meinung. Zu einem gewissen Mass kann ja aus einem Menschen nur herauskommen, was in ihn hinein kommt. Ich meine Bildung, Erziehung und auch die Ernährung. Wie soll die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit hoch bleiben, wenn vollwertige Lebensmittel im Alltag fehlen?

Wie immer, wenn ich meckere, folgen auch nützliche Hilfestellungen. Hier finden Sie ein leckeres Rezept:

Avocado mit Weichkäse

Dieses aromatische Gericht esse ich oft am Abend, denn es ist ein echter Genuss. Zudem halten sich die Zutaten gut: einfach einkaufen, dann reifen sie in Ruhe vor sich hin.

Das brauchen Sie: 1 Weichkäse (ob Rohmilch-Camembert oder Camembert Suisse: Es gibt viele leckere Sorten.) Bitte darauf achten, dass der Käse Zimmertemperatur hat. 1 reife Avocado. Salz, Pfeffer, Nussöl und ein milder Essig.

So geht die Zubereitung: Sie schälen die Avocado. Dafür einmal längs herum einschneiden, den Kern herausnehmen und die Schale Stück für Stück entfernen. Schneiden Sie die Hälften jeweils in dünne Streifen. Den Weichkäse ebenfalls halbieren und in Ecken schneiden. Beides hübsch auf einem Teller anrichten. Ein klein wenig salzen, dann mit der Mühle pfeffern. Wenige Tropfen milden Essig und ebenfalls etwas Nuss-Öl darüber träufeln. Schon ist der Genuss nahe.

Welcher Wein passt dazu? Körperreiche und trotzdem fruchtige Weissweine sind ideal, beispielsweise Rieslinge, Grüner Veltliner, Grauburgunder oder Sauvignon Blancs.

Nun freue ich mich auf Ihre Inputs, Rezepte oder Kommentare – Viel Genuss und en Guete!

Jörg Neumann

5 Responses to “Betty Bossi lässt grüssen”

  1. Auf zwei herrliche Lebensmittel freue ich mich im Frühling immer besonders. Das sind auf der einen Seite die Erdbeeren. Am liebsten direkt und vollreif von der Staude in den Mund. Dabei liebe ich die alten Erdbeersorten „Mieze Schindler“ und „Capran Royal“ besonders, welche bei uns im Garten wachsen.
    Dann wäre da noch der Rhabarber. Die frische Säure, die mit einer coolen Herbe zusammentrifft gefällt mir ausserordentlich. Hier bevorzuge ich die Erdbeer-Rhabarber mit der roten Haut oder der dickstängelige „Adliswiler Riese“. Sein Stengel kann bis 800 g schwer werden.

    Das folgende Rezept stammt aus unserer Hirschen-Küche.

    Erdbeer-Rhabarbersüppchen mit Zitronensorbet
    und Spumante

    Zutaten für 4 Personen

    250 g frische, vollreife Erdbeeren
    10-30 g Puderzucker
    ½ Stk Zitrone, Saft

    1-2 Stangen Rhabarber
    150 g Zucker
    3 dl Wasser
    5 cl Holunderblüten-Sirup
    ½ Zitrone oder Limette, der Saft

    4 Kugeln Zitronensorbet
    4 Knospen Pfefferminze
    2 dl Spumante oder Cava

    ¼ Bund Pfefferminze

    Zubereitung
    Die Erdbeeren waschen und rüsten. Dann in ca. 5 mm grosse Würfel schneiden, mit Puderzucker und etwas Zitronensaft marinieren und zur Seite stellen.

    Den Rhabarber schälen und ebenfalls in 5 mm grosse Würfel schneiden. Das Wasser mit dem Zucker und dem Holunderblütensirup aufkochen. Die Rhabarberwürfel dazu kippen und nach 30 Sekunden vom Herd nehmen, ziehen lassen, bis die Rhabarberstückli den gewünschten Biss haben.
    Die Rhabarberstückli aus dem Fond nehmen und zur Seite stellen. Nun den Rhabarbersud auf einen Deziliter einkochen. Vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen. Die Pfefferminzblätter in feine Streifen schneiden und in den noch warmen Sud geben und alles miteinander abkühlen lassen.

    Die Erdbeeren- und Rhabarberwürfel in Suppenteller verteilen und den kalten Sirup darüber giessen. Dann die Zitronensorbet-Kugeln in die Mitte auf das Kompott setzen und mit einem feinen Spumante übergiessen.

    Mit Pfefferminzzweiglein ausdekorieren.

    Gutes Gelingen und einen erfrischenden Frühling wünscht Euch
    Albi von Felten
    Mensch, Geniesser und Gastgeber im Hirschen in Erlinsbach/Aarau

  2. Rhabarber mit Buttermilch und Pistazien

    Zutaten für die Buttermilchmousse:

    2 Stk Eier
    60 gr Zucker
    160 ml Buttermilch
    2 Bl Gelatine
    130 ml Vollrahm
    1 Pr Zitronenabrieb, von einer unbehandelten Zitrone

    Zubereitung:
    Ei trennen und das Eiweiss auf die Seite stellen. Eigelb in eine Schüssel geben und mit Zucker auf einem Wasserbad schaumig schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann im Wasserbad kalt rühren. In der Zwischenzeit die Gelatine im kalten Wasser einweichen. Nach 5-10 Minuten die Gelatine ausdrücken und in einem Topf erwärmen. In die warme, flüssige Gelatine ein Teil der Buttermilch einrühren und dann die Gelatinemasse in die restliche Buttermilch geben und verrühren. Anschliessend die Buttermilch in die erkaltete Eimasse geben und unterrühren.
    Rahm steif schlagen und zum Schluss vorsichtig und die Buttermilch-Eimasse heben. Nun kann die Mousse in eine beliebige Form abgefüllt werden.

    Zutaten für das Rhabarber Granité:

    100 ml Rhabarbersaft
    50 ml Mineralwasser
    50 ml Weisswein

    Zubereitung:
    Alle Zutaten miteinander vermischen und in den Tiefkühler stellen. Immer wieder die gefrierende Masse zusammen kratzen und erneut in den Tiefkühler stellen. Diesen Vorgang mehrmals wiederholen, bis kleine gebrochene Kristalle entstehen.

    Tipp: Diese Arbeit kann man am schon am Vortag fertig machen.

    Zutaten für den Rhabarberespuma:

    2 Bl Gelatine
    200 ml Rhabarbersaft
    2 Stk Eiweiss, das Eiweiss vom Mousse verwenden

    Zubereitung:
    Alle Zutaten werden mit einander gemischt und in einen Rahmbläser abgefüllt. Den Rahmbläser schütteln und die Gaspatronen in den Rahmbläser drücken. Dann nochmals schütteln und kalt stellen.

    Ca 20 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen, nochmals aufschütteln. Nun kann die Masse zum fertigen Dessert aufspritzen. Es ist ein leichter Schaum der für zwei, drei Minuten „stehen“ bleibt.

    Zutaten für die Pistazienfinaciers:

    27 gr Pistazien, gehackt
    12 gr Puderzucker
    12 gr Mehl, gesiebt
    25 gr Butter, leicht flüssig
    1 Stk Ei, trennen und das Eiweiss benutzen
    17 gr Zucker
    5 ml Rum

    Zubereitung:
    Alle Zutaten in einer Schüssel zu einem glatten Teig verarbeiten.
    Diese Masse kann in verschiedene Formen (Backmatten, Blechform)
    abgefüllt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Masse nicht all zu hoch eingefüllt wird. In einem vorgeheizten Ofen bei 175C° für ca. 15 Minuten, im mittleren Einschub abbacken.

    Zutaten für die Rhabarberstäbchen:

    2 Stk Rhabarberstangen
    15 gr Zucker
    120 ml Rhabarbersaft

    Zubereitung: Rhabarberstangen mit dem Zucker und Rhabarbersaft in ein tiefes Geschirr geben und mit Folie abdecken. In einem Umluftofen bei 65°C für gute 15 Minuten (je nach dicke) garen. Den Rhabarber nach dem garen in den Kühlschrank stellen und gute 10min abkühlen lassen. Anschliessend die äusserste Haut abziehen. Die Streifen kann man trocken und als Dekoration aufbewahren. Den Rhabarber in wunschgerechte Stäbchen schneiden.

    Zubereitung ganzes Gericht:
    Nun kann das Gericht nach Gefallen angerichtet werden. Dabei sollte beachtet werden, dass das Granité in einem kleinenSchälchen angerichtet wird, damit die weiteren Komponenten nicht verwässern.

    En guete wünscht:
    Florian Gilges, Teamleiter Küchen Park Weggis

  3. Gerne steuern wir vom Hotel Schweizerhof Lenzerheide zwei Rezepte bei. Am letzten Wochenende habe ich beim Joggen in Maienfeld viel Bärlauch entdeckt – deshalb die Rezepte für eine Kokos-Bärlauch-Suppe mit Ingwer und für Kartoffel-Bärlauch-Brot. Die Rezepte stammen von unserem Chef Gardemanger Martin Moritz.

    Kokos-Bärlauch-Suppe mit Ingwer
    (für 4 Personen)
    Zutaten:
    20 g frischer Ingwer
    2 cl Sonnenblumenöl
    2 TL Currypulver
    3 cl helle Sojasauce
    400 ml Gemüsebrühe
    300 g Kokosmilch
    50 g frischer Bärlauch
    5 g roter Chili
    1 cl Tomatenmark
    1 Limette
    Salz zum Abschmecken

    Zubereitung:
    Ingwer würfeln
    Öl im Topf erhitzen, Ingwer bei schwacher Hitze anbraten
    Currypulver kurz anrösten und mit Sojasauce ablöschen
    Gemüsebrühe und Kokosmilch zugeben
    Bärlauch waschen und in Streifen schneiden
    Chilischote halbieren und in hauchdünne Streifen schneiden
    Das Tomatenmark und die Hälfte der Chilistreifen in die Suppe geben
    Limette waschen und mit einer feinen Reibe in die Suppe raspeln
    Suppe mit Salz abschmecken
    Alles aufmixen und mit restlichen Bärlauchstreifen garnieren

    Kartoffel-Bärlauch-Brot
    (für 4 Personen)
    Zutaten:
    350 g halbfeste Kartoffeln
    40 g Bärlauch
    400 g Mehl
    1 Säcklein Trockenhefe
    200 g Crème fraîche
    50 ml Milch
    4 cl Olivenöl
    1 TL Salz

    Zubereitung:
    Kartoffeln schälen, kochen, ausdämpfen und passieren
    Bärlauch waschen und grob hacken
    Mit allen weiteren Zutaten zu einem Teig verarbeiten
    30 Minuten aufgehen lassen
    Teig zu vier kleinen Broten formen und auf ein mit Mehl bestäubtes Backblech legen
    Nochmals 30 Minuten aufgehen lassen.
    Bei 170 Grad Celsius ca. 20 Minuten backen
    Nach Belieben mit etwas Olivenöl bepinseln

    Das Team des Hotels Schweizerhof Lenzerheide und ich wünschen «en Guete»!

    Claudia Züllig-Landolt
    Gastgeberin
    Hotel Schweizerhof Lenzerheide

  4. René Gsell sagt:

    Einfach, schnell und gut. Bravo!

  5. Feine Rezepte sind immer angesagt und meine Newsletter haben fast immer eine saisonales Gericht dabei – die Klickrate ist dann wesentlich höher. Aktuell spriesst der Bärlauch – hier zum probieren – die Pesto.

    Zutaten:100 g Bärlauch, 3 EL Pinienkerne geröstet, 5-7 dl Olivenöl kaltgepresst, 50 g Parmesan gerieben, 1 Sprutz Zitronesaft, Kräutermeersalz und Zitronenpfeffer.

    Zubereitung: Bärlauch im Salzwasser waschen, trocknen (föhnen) und grob schneiden. Mit den Pinienkernen, Knobli, Olivenöl, und Parmesan im Mixerglas fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und wenig Saft von der Zitrone abschmecken….ran an die Pasta!
    Im Glas immer mit Sonnenblumenöl decken und luftdicht verschliessen.

    Bärlauchbutter? Einfach 3-4 Kaffeelöffel in der weichen Butter aufschwingen und wieder festwerden lassen. Passt zu Gemüse, Risotto, Fisch & Fleisch.

    Risotto?:
    1-2 Löffel Pesto auf den fertigen Risotto geben und frisch geriebenen Parmesan dazu servieren. Fein geschnittener Bärlauch gehört ebenfalls dazu. Ganz wenig feinstes Zitronenöl peppt Ihren Risotto zusätzlich auf.

    Viel Genuss beim ausprobieren!

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